Erziehungswissenschaft

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Gliederungspunkt 3.1.11 unseres Schulprogramms (Stand: Januar 2009)

Erziehungswissenschaft

Erziehungswissenschaft bzw. Pädagogik wird als Fach im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld angeboten. Es bietet im Rahmen der Vorgaben der Allgemeinen Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe und der entsprechenden Richtlinien einen wissenschaftspropädeutischen (wissenschaftseinführenden) Einblick in die Fachdisziplin und weitere Disziplinen, die eng mit der Erziehungswissenschaft verknüpft sind: Lernpsychologie, Entwicklungspsychologie und Sozialpädagogik. Erziehungswissenschaft wird regelmäßig in Leistungs- und Grundkursen angeboten.

Die Richtlinien Erziehungswissenschaft sehen für den Unterricht einen so genannten halboffenen Lehrplan vor; er legt den Unterricht weder unverrückbar fest noch gibt er ihn der Beliebigkeit preis: Festgelegt sind die Reihenfolge der Kursthemen für jedes Halbjahr von 11/I bis 13/II und je Kursthema verbindliche thematische Schwerpunkte.

Die Fachkonferenz und ganz bewusst mitplanend auch die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Kurse (Schülerorientierung) gestalten den Unterricht innerhalb der Vorgaben der Richtlinien und der Vorgaben für das Zentralabitur. [Hinweis für die Redaktion: hier könnte für die Homepage der Schule ein Verweis auf die entsprechende Stelle in der Langfassung erfolgen.] Die Teilnahme am Unterricht in Klasse 11 beinhaltet (seit 1994) eine mehrtägige Hospitation oder ein Kurzpraktikum in einem Kindergarten oder in einer Grundschulklasse. Tätigkeiten und Beobachtungsaufgaben dazu werden im Unterricht vor- und nachbereitet. Der Aufenthalt wird durch einen Bericht dokumentiert, evtl. bereichert um Kinderzeichnungen o.ä. Die dort gewonnenen Eindrücke und Materialien bereichern den Unterricht zu den Themen „Lernen“ und „Entwicklungspsychologie der Kindheit“ (Jahrgangsstufen11/II, 12/I).

Die Fachschaft EW hat schon sehr lange vor Einführung der Facharbeit als obligatorische Leistungsanforderung im Leistungskurs Bibliographieren und die Anfertigung eines großen Referates zur Pflicht gemacht (und damit die inhaltlichen und methodischen Forderungen der Facharbeit vorweggenommen).

In kontinuierlicher Sammelarbeit hat die Fachschaft EW eine umfangreiche Videothek aufgebaut. Dazu kommen eine umfangreiche Büchersammlung und Audiocassetten bzw. digitale Audio-Dateien (MP3 u. ä.).

Alle Materialien der Fachschaft sind digital archiviert. Man kann darin in komplexer Schlagwortsuche computergestützt recherchieren. Eine computergestützte Text- und Schülerarbeitensammlung ist im Aufbau. Das entsprechende Datenbankprogramm ermöglicht auch digitales Bibliographieren, digitale Zettelkästen und digitales Präsentieren und Publizieren (auf HTML-Basis).

Die Themen des Unterrichts in Form von Leitfragen:

  • Wer beeinflusst mich wie in meinem Verhalten? Wie sehe ich mich und wie sehen mich die anderen? (Gruppe, Rolle, Verhältnis Erzieher –„Zögling“)
  • Wie sah Erziehung in früheren Zeiten aus? Wie sieht bzw. sah Erziehung in anderen Gesellschaften aus? (Geschichte der Erziehung, Kulturvergleich)
  • Wie und warum lernt der Mensch? Wie lernt man möglichst zeitsparend und wirkungsvoll in der Schule und anderswo? (Lerntheorien und ihre Anwendung, Lernen u. Entwicklung)
  • Wie und warum bin ich das geworden, was ich heute bin? Inwieweit beeinflussen unbewusste Motive mein Verhalten? (Entwicklung und Entwicklungstheorien, z. B. Psychoanalyse)
  • Welche Schwierigkeiten und Probleme haben Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung?
  • Wer oder was verursacht diese Schwierigkeiten und Probleme? Wie reagiert die Gesellschaft darauf? (Jugendkriminalität, Verwahrlosung, Neurosen, ...; Sozialpädagogik, Jugendhilfe, Therapie...)
  • Wer will mich wohin erziehen und mit welchem Recht? Muss es überhaupt Erziehung geben? (Erziehungsziele und Normen, Erziehung und Gesellschaft)
  • Bestimme ich über mich selbst oder die Gesellschaft über mich? (Identität, Personalisation und Sozialisation)