Open-Data

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Das Open-Data Schulprojekt begann - nach einer Voranfrage seitens der Stadt Moers im Juli 2013 - im Oktober 2013 und ist eine Kooperation der Stadt Moers und der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort mit dem Gymnasium Adolfinum. Im Mai 2014, als etliche konkrete unterrichtliche Erfahrungen und Ergebnisse vorlagen (siehe weiter unten!), ließ der damalige Bürgermeister Norbert Ballhaus (SPD) der Schule eine Belobigung für das pionierhafte Engagement zum Open-Data Schulprojekt zukommen.

Inhaltsverzeichnis

Projektbeteiligte

Stadt Moers

Claus Arndt: Fachbereich 3 - Interner Service; Fachdienst 3.5 - Zentrale Dienste; Referent des Bürgermeisters

Hochschule Rhein-Waal

  • Bernward Karl Junge: Projektleiter; Leiter Stabsstelle Controlling und Statistik (Campus Kleve)

Studierende

Studienjahr 2013/14
  • Holger Lieske: Projektstudent 2013/14; Bachelorarbeit 2014/15 (Thesenuntersuchung zur Nutzung offener Daten im Schulunterricht / Reflexion des Schulprojekts)
  • Marc Macziejek: Projektstudent 2013/14; Bachelorarbeit 2013/14 (App Programmierung / Daten-Visualisierung)
  • Udo Krüger: Bachelorarbeit 2013/14(?)
Studienjahr 2014/15
  • Jens Vidojevski: Projektstudent 2014/15
  • Marius Haferkamp: Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2014
  • Murat Us: Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2014
  • Tobias Elle: Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2014
  • Ronja Lassak: Studentin, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2014
Studienjahr 2015/16
  • Patrick Jekubik, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2015
  • Karsten Kempken, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2015
  • David Linßen, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2015
  • Marc an Voort, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 10/2015
Studienjahr 2016/17
Studierende des Studienjahres 2016/17 der Hochschule Rhein-Waal im Raum D49, wo 2013 das Projekt "OpenData & Schule" begann
  • Niklas Albrecht, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016
  • Ivo Bandel, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016
  • Karl-Philip Gesthuysen, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016
  • Tim Geyer, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016
  • Patrick Kurek, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016
  • Sabrina Panzer, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016
  • Thomas Schäfer, Student, Hochschule Rhein-Waal, ab 11/2016

Gymnasium Adolfinum

Thomas Nolte, (Daniel Heisig), Arne Gerhardy: Fachschaft Sozialwissenschaften

N.N.: Fachschaft Erdkunde

Ziele des Projekts

Wie kann man frei verfügbare, kommunale Daten (Open-DataWikipedia-logo-v2.svg) für den Unterricht nutzbar machen?

Ziel der Auftraggeberin (Stadt Moers)

"Die Stadt Moers ist eine der führenden Kommunen der Open-Data-Bewegung. Ziel ist es, die der Kommune zur Verfügung stehenden Daten für eine allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen, also Privatleuten, Wirtschaftsunternehmen, Wissenschaft, Non-Profit-Organisationen etc. Bisher gelingt dies nur teilweise insofern, als dass die offen gelegten Daten praktisch nur für Experten verwendbar sind. Als nächster Schritt in Richtung einer allgemeinen Öffentlichkeit möchte die Stadt Moers die Verwendbarkeit der offengelegten Daten für den Schulunterricht an einem Beispiel erproben."
(Claus Arndt: Studiengang E-Government, 5. Semester: Übung zum New Public Management – WS 2013/2014)

Ziele der Hochschule Rhein-Waal

  • "Die Studierenden lernen exemplarisch, wie eine Kommune ihr Selbstverständnis als Dienstleisterin in die Tat umsetzt und welche technischen und kulturellen Missverständnisse/Schwierigkeiten dies produziert. Sie lernen dabei, sowohl aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer zu denken als auch aus Sicht der Verwaltung.
  • Die Studierenden üben effizientes Arbeiten im Team.
  • In ihrem Bericht reflektieren sie, ob und ggf. wie der Projektinhalt mit New Public Management im Zusammenhang steht."
(a.a.O.)

Inhalte des Projekts

"Inhalt des Projektes ist es, an einem konkret abgrenzbaren Beispiel zu zeigen, wie Schulen einen Zugang zu den von der Stadt Moers veröffentlichten Daten finden können. Dieser Zugang sollte aus technischen Hilfsmitteln und Erklärungen zu deren Bedienung bestehen. Die technischen Hilfsmittel sollten möglichst allgemein zugänglich sein (Internet) oder weit verbreitet (z.B. MS Office). Die Studierenden definieren in Abstimmung mit einem Lehrer oder einer Lehrerin, welche Unterrichtseinheit als konkretes Beispiel für die Verwendung der Daten geeignet ist. Dafür schaffen die Studierenden einen allgemein verständlichen Zugang zu diesen Daten als Hilfestellung für die Unterrichtsvorbereitung."
(a.a.O.)

Einsatzfelder in der Schule

Nach einem ersten Planungsgespräch mit den Projektbeteiligten am 11.10.2013 und weiteren am 10.04.2014 und 01.10.2014 ergeben sich folgende Schwerpunktsetzungen:

Klasse 7, Fach Politik/Wirtschaft

Demografischer Wandel in Moers (Beispiel Repelen / Eick)

Beteiligter Lehrer / Klasse im Schuljahr 2015/16: Herr Nolte (Klasse 7d)

Studierende der Hochschule Rhein-Waal bereiteten dazu unter Verwendung offener Datensätze der Stadt Moers eine Papierversion zum Vergleich des Wandels (Geburten, Todesfälle) über mehrere Kalenderjahre vor. Ferner lagen Daten über die Verteilung der Bevölkerung in verschiedenen Altersstufen vor.

Eine erste Besprechung zwischen Studierenden und Fachlehrer fand am 07.12.2015 statt. Das Modul wurde in einer Arbeitsgruppe von vier Studierenden, unter der Federführung von Patrick Jekubik, vorbereitet und kam Mitte Februar 2016 zum Einsatz.

Klasse 9, Fach Politik/Wirtschaft

Beteiligte Lehrer / Klasse im Schuljahr 2013/14: Herr Nolte (Klasse 9b)

Beteiligte Lehrer / Klasse im Schuljahr 2014/15: Herr Nolte (Klasse 9d) nach den Herbstferien 2014:

  • Bundestagswahlergebnisse 2013 im Bereich der Stadt Moers
  • Kommunalwahlergebnisse 2009 / 2014 / Europawahl 2014 / Sozialstruktur im Bereich der Stadt Moers
    • Welche Parteien wurden in den einzelnen Stadtteilen bevorzugt gewählt oder kamen kaum vor?
    • Vergleich Bundestagswahl 2013 / Kommunalwahl 2009 / 2014
    • Haben Wahlergebnisse etwas mit sozialen Strukturen zu tun?
  • Schülerwünsche werden durch eine Befragung, deren Ergebnisse auch in eine Bachelorarbeit einfließen, im Rahmen des schulinternen Curriculums berücksichtigt.

Wahlergebnis-Portal

Erste Testergebnisse zur Visualisierung der Wahlergebnisse
Auszug aus dem Quelltext des Wahlergebnis-Portal

Nach der Wiederaufnahme des Projektes im März 2014, entschieden sich die beiden Studenten Holger Lieske und Marc Macziejek nach Abstimmung mit Claus Arndt dazu, ein allgemein zugängliches Wahlergebnis-Portal einzurichten. Auf diesem Portal sollen Wahlergebnisse und Bevölkerungsdaten auf einer Karte in einen Zusammenhang gesetzt werden.

Während eines Projekttreffens am 10.04.2014 wurden Herrn Nolte die ersten Zwischenergebnisse präsentiert und weitere Anregungen für die Erweiterung der Anwendung eingeholt. Es wurden mögliche Anwendungsbereiche für den Unterricht besprochen. Außerdem wurde geklärt, welche zusätzlichen sozialen Datensätze für den Schulunterricht interessant wären und welchen Aufwand die Beschaffung bedeutet.

Auf den beigefügten Bildern kann ein erster Eindruck über den aktuellen Stand des Wahlergebnis-Portal gewonnen werden. Auf der Karte werden die Wahlbezirke der Stadt Moers in der Parteifarbe des Gewinners abgebildet. Außerdem werden durch die Briefsymbole die einzelnen Wahllokale repräsentiert. Durch Klicken erhält der Benutzer die Möglichkeit den Namen des Wahllokals einzusehen. Über die Schaltfläche "Wahlergebnisse anzeigen", sollen die Wahlergebnisse der einzelnen Lokale ausreichend detailliert dargestellt werden, um eine analytische Betrachtung im Unterricht zu ermöglichen. Im zweiten Bild ist ein kurzer Auszug des Quellcodes der Webseite zu sehen.

Praxiserfahrungen im Unterricht der Klasse 9b (Schuljahr 2013/14)
  • Auf den Browser kommt es an! Die Darstellung beim in der Schule installierten Internet Explorer 9 ist unvollständig. Der Browser Firefox ist nicht installiert. Also Chrome nachinstallieren!
  • Mit Hilfe der von den Studenten entwickelten und mit dem Fachlehrer abgestimmten Fragebögen erkundeten die Schülerinnen die Gebrauchstauglichkeit der Open-Data Plattform der Stadt Moers und der Wahlergebnispräsentation des KRZN:
    • Wie wurde in deinem Bezirk/Wahllokal gewählt?
    • Wieso könnte die Partei XY die meisten Stimmen erhalten haben?
    • Welche Daten wären nötig, um deine Vermutungen zu belegen?
    • Wie könnte man die Darstellung dieser Daten umsetzen? Besteht die Möglichkeit die Webseite leichter nutzbar zu machen? (Usebility)
  • Webseiten, die zu analysieren waren:
Praxiserfahrungen im Unterricht der Klasse 9d (Schuljahr 2014/15)

folgt im Laufe des Schuljahres

Erweiterungsvorschläge der Schüler
  • Durchschnittsalter? --> Altersstruktur der Wählerinnen und Wähler
  • Migranten aus welchen Herkunftsländern?
  • Berufsstruktur / verfügbares Haushaltseinkommen (arm / reich / durchschnittlich)
  • Haushaltsgröße (Familienstand; Anzahl der Kinder)
  • Absolute Zahl der Wählerinnen und Wähler im jeweiligen Wahllokal
  • Wahlberechtigte / tatsächliche Wähler
  • Optionen klickbar machen
  • Eine Chrome App einfügen

Jahrgangsstufe Q1, Fach Sozialwissenschaften, Grundkurs / Leistungskurs

Beteiligte Lehrer: Herr Nolte (Grundkurse im Schuljahr 2013/14 und im Schuljahr 2014/15), nach den Herbstferien 2013 auch Herr Heisig (Leistungskurs)

1. Halbjahr: Wirtschaft

Visualisierung des Moerser Haushalts als Kachelgrafik (Ausschnitt)
  • Haushaltsdaten der Stadt Moers (in Bearbeitung)
    • gesetzliche Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen der Stadt Moers
    • Konjunkturprogramm des Bundes in Moers? (Etatplanung im Haushalt der Stadt Moers)

2. Halbjahr: Sozialer Wandel

  • Sozialdaten der Stadtteile
  • Arbeitsplätze nach Wirtschaftssektoren

Schülerwünsche wurden durch eine Befragung, deren Ergebnisse auch in eine Bachelorarbeit einfließen, im Rahmen der Vorgaben zum Zentralabitur 2015 bzw. 2016 berücksichtigt.

Jahrgangsstufe Q2, Fach Sozialwissenschaften, Zusatzkurs

Beteiligter Lehrer: Herr Nolte (Zusatzkurse in den Schuljahren 2013/14, 2014/15 und 2015/16)

  • Kommunale Datensätze zu den Leitwissenschaften Soziologie, Politologie, Ökonomie
  • Interdisziplinäre Erkenntnisse (Overlays)
  • Schwerpunkte möglichst nach Schülerwünschen im Rahmen der vorhandenen Datensätze der Stadt Moers.

Fach Geschichte?

Fach Erdkunde?

  • Geodaten (Siedlungsstruktur, Infrastruktur, ...)

Fach Informatik?

  • Quellcode für Apps / Anwendungen

Twitter-Nutzung im Projekt

Planungsgespräch am 10.04.2014 im Büro von Herrn Arndt (Stadt Moers): Herr Nolte (Gymnasium Adolfinum), Herr Lieske und Herr Macziejek (Studenten Hochschule Rhein-Waal)

Präsentation

Berichte und Bachelorarbeit

Warum tun sich Kommunen schwer mit #opendata? - Claus Arndt, Leiter des Fachdienstes Zentrale Dienste der Stadt Moers, schreibt aus Moerser und kommunaler Sicht im "government 2.0 netzwerk deutschland" für das Jahr 2013 den Online-Beitrag: "Alles XML oder was? Fast ein Jahr Open Data – ein Fazit". Das gemeinsame Projekt "Open Data und Schule" wird darin auch erwähnt.

In einem weiteren Bericht beleuchtet Claus Arndt die Fortschritte und Erfahrungen, aber auch die Schwierigkeiten des Projekts "Open Data und Schule" nach etwa neun Monaten Laufzeit:

Die Studenten Marc Macziejek und Holger Lieske legten am 18.08.2014 ihren Praxissemesterbericht vor, der auch als PDF-Datei auf der Website der Stadt Moers zur Verfügung steht:

Im "Moerser Monat" berichtet Stefan Brunn in der November-Ausgabe auf den Seiten 18 bis 21 unter dem Titel "Mut zur Offenheit" über die Open-Data Aktivitäten der Stadt Moers. Das "Open-Data und Schule" Projekt wird darin ebenfalls erwähnt:

Im Mai 2015 legte Holger Lieske der Hochschule Rhein-Waal seine Bachelorarbeit vor: "Open Data und Schule. Thesenuntersuchung zur Nutzung offener Daten im Schulunterricht". Die Arbeit bezieht sich auf eine These des Fraunhofer Fokus Instituts in Köln (2013):

  • „Der grundsätzlich breite Themenraum, den offene Verwaltungsdaten zu verschiedenen fachlichen Bereichen wie Geographie, Biologie oder Umweltthemen abstecken können, kann die Zielgruppe Bildung in ihrer Arbeit unterstützen, indem diese Daten für die Wissensvermittlung an Schulen genutzt werden können. Akteure des Bildungssektors haben durch offene Verwaltungsdaten die Möglichkeit, aus einer vertrauenswürdigen Quelle aktuelle Daten, wie etwa die Verteilung von Bodenschätzen oder Bevölkerungsdaten, interaktiv in den Unterricht einzubinden und so über den Tellerrand des zumeist eher statischen Unterrichtsmaterials zu blicken. Das Vorliegen offener Daten der Kölner Verwaltung ermöglicht darüber hinaus einen stärkeren lokalen Bezug in der Wissensvermittlung. Offene Verwaltungsdaten bergen somit prinzipiell die Chance einer neuen Bildungsgestaltung (Open Educational Resources).“

Quelle: http://www.offenedaten-koeln.de/sites/default/files/2013-01-09-open_data_koeln_120918_mit_anhang.pdf Seite 8, Abschnitt 2.2.2 Zielgruppenanalyse.

Video-Team im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung NRW

Am 04.09.2015 besucht unter der Leitung der Journalistin Patricia Ennenbach ein Video-Team im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung NRW unsere Schule, um Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2014/15 an dem Projekt "OpenData & Schule" teilgenommen hatten, zu interviewen. Außerdem besucht das Team den Unterricht in einem Zusatzkurs Sozialwissenschaften, um sich einen praktischen Einblick über die Arbeit an dem Projekt zu verschaffen.

Weblinks

Stadt Moers

Hochschule Rhein-Waal

Open-Data