Projekt: Vilejka (Weißrussland)

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Das Projekt Vilejka, auch: WilejkaWikipedia-logo-v2.svg geschrieben, wurde durch unseren evangelischen Schulpfarrer Wolfram Syben initiiert. Das Projekt entstand ursprünglich 1991 in der evangelischen Christuskirche in Oberhausen-Holten-Sterkrade, wo Herr Syben vor seinem Einsatz am Adolfinum bis 2002 tätig war. Aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion und den damit verbundenen katastrophalen Versorgungszuständen in WeißrusslandWikipedia-logo-v2.svg (Belarus) entschieden sich 1991 die beiden Jugendleiter Rainer Keller und Frank Giga für den ersten Hilfstransport in ein weißrussisches Kinderheim, der erstmalig vor Weihnachten am 10.12.1991 durchgeführt wurde.

Weißrussland ist die letzte Diktatur in Europa und die dortige sozialistische Planwirtschaft leidet ständig unter Versorgungsengpässen. Deshalb werden die Hilfsgüter auch jährlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Humanitäre Hilfe

Auch nach über zwanzig Jahren geht es immer noch um humanitäre Hilfe für Kinder in armen Familien in Weißrussland. Die Bevölkerung leidet enorm unter der Inflation, durch die das Geld massiv an Wert verloren hat. Von Moers ist Vilejka 1700 Kilometer und etwa 40 Stunden LKW-Fahrzeit entfernt. Alljährlich in den Herbstferien gehen in einem Hilfstransport über 20 Tonnen Güter auf die Reise. Oft sind es Lebensmittel des täglichen Bedarfs wie 2008 z.B. Nudeln und Speiseöl, aber auch Kleidung und Sportgeräte, die sich die armen Familien in Weißrussland kaum leisten können. Weitere in Weißrussland knappe Güter, die in den letzten Jahren nach Vilejka transportiert wurden, waren Betten, Matratzen, Türen, Zargen, Wurstwaren, Waschpulverpakete, Familienpakete, Farbeimer, Linsen, Mehl- und Milchpulversäcke. Manchmal wird auch gut erhaltenes Kinderspielzeug mitgebracht, über das sich die Kinder in Vilejka besonders freuen.

Allein die reinen Transportkosten für einen Lastwagen mit Begleitfahrzeug mit insgesamt zehn ehrenamtlichen Helfern betragen 8000 Euro.

Spendenaktion vor den Herbstferien

Das Projekt Vilejka wurde durch die Schulkonferenz ausdrücklich begrüßt. Deshalb erhalten einige Wochen vor den Herbstferien alle SchülerInnen und deren Eltern einen Spendenaufruf für Sach- oder Geldspenden, die in der vorletzten Woche vor den Ferien in der Pausenhalle abgegeben werden können.

Familienpaket

Ein solches Paket im Wert von ca. 35 Euro besteht z.B. aus folgenden Dingen:

  • 3 Pakete Mehl,
  • 1 Paket Pudding,
  • 1 Glas Nutella,
  • 3 Röhrchen Vitamin C Tabletten,
  • 3 Röhrchen Multivitamintabletten,
  • 2 Tuben Zahnpasta,
  • 4 Packungen Nudeln,
  • 1 Päckchen Kinderschokolade,
  • Zahnbürsten,
  • 2 Pakete Reis,
  • 2 Flaschen Pflanzen-Öl,
  • 1 Glas Honig,
  • 1 Glas Konfitüre,
  • 2 Pakete Kaffee,
  • 4 Tafeln Schokolade,
  • 2 Päckchen Brühwürfel,
  • 2 Pakete Zucker,
  • Hautlotion und
  • 1 Tüte Weingummi.

Internatsschule Vilejka

Dankschreiben des Internats in Vileika

In Vilejka, etwa 100 Kilometer nördlich von der Landeshauptstadt MinskWikipedia-logo-v2.svg entfernt, gibt es eine Internatsschule mit 200 Schülerinnen und Schülern, unter ihnen 96 Waisenkinder. Die Schuldirektorin, Maria Derugo, hilft bei der organisatorischen Abwicklung der Hilfslieferung (Erledigung der Grenz- und Zollformalitäten, Zählung und schriftliche Erfassung aller gelieferten Hilfsgüter, verplombte Einlagerung im Schulgebäude). 2008 kam Frau Derugo im Rahmen einer Delegationsreise zur Vorbereitung des Hilfstransportes für fünf Tage nach Deutschland und besuchte an einem Tag auch unsere Schule.

Die Waisenkinder leiden häufig unter schweren Sprachstörungen. Die Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 16 Jahren tragen kleiderartige Uniformen (Mädchen) oder Anzüge (Jungen), ganz nach dem Wunsch des Präsidenten LukaschenkoWikipedia-logo-v2.svg. Solche Uniformen sind auch auf dem Gymnasium in Vilejka üblich.

In der Internatsschule arbeiten etwa 100 Beschäftigte: Erzieher, Betreuer, Lehrer, Reinigungskräfte, die medizinische Abteilung und deren Familien.

Gedenkstätte Chatyn

Die den Hilfstransport begleitenden Helfer, gelegentlich auch Schüler des Adolfinum, besuchen oft auch die 1969 errichtete Nationale Gedenkstätte ChatynWikipedia-logo-v2.svg, mit ihrem besonderen geschichtlichen Hintergrund. Im Zweiten Weltkrieg wurden 1943 von Mitgliedern der deutschen SSWikipedia-logo-v2.svg über 600 Dörfer Weißrusslands zerstört („verbrannte Dörfer“). Dazu zählt auch das Dorf Chatyn.

Weblinks

Spendenkonto

  • Evangelische Kirchengemeinde Holten-Sterkrade

KD-Bank Dortmund

  • IBAN: DE 79 350 601 90 10 10 149 017
  • BIC: GENODED1DKD
  • Kennwort: Weißrussland

Steuerabzugsfähige Spendenquittungen stellt die Kirchengemeinde auf Anforderung (Name und Anschrift im Verwendungszweck) gerne aus.